Menschenkenntnis

Führung, Führungskompetenz und Führungskräfteentwicklung haben immer auch etwas mit Lernen im weitergehenden Sinne zu tun. Als Führungskraft möchten Sie durch zielgerichtete Interaktion Einfluss auf das Denken, Fühlen und Handeln Ihrer Mitarbeiter nehmen. Aus neurobiologischer Sicht bedeutet dies nichts Geringeres, als bestimmte Verknüpfungen (Bahnungen) in den Gehirnen der Beteiligten zu schaffen.

Unsere Gehirne folgen einem einfachen Prinzip: Zellen, die häufig gleichzeitig aktiv sind, verbinden sich miteinander und Zellen, die miteinander verbunden sind, werden gleichzeitig aktiviert (Hebb‘sches Gesetz). Schon als kleine Kinder sehen wir Bilder einer Kuh mit dem Bild einer Milchkanne, dadurch verbinden sich beide miteinander und wenn wir später an eine Kuh denken, denken wir gleichzeitig auch ein bisschen an Milch.

Wenn Sie nicht gerade einen Bauernhof leiten, ist die Verknüpfung „Kuh-Milch“ für Ihre Mitarbeiter weniger relevant, dafür aber vielleicht die Verbindung „Kunde-Lächeln“.

Jedes Denken und auch das Fühlen und Handeln ist eine Folge von im Gehirn abgespeicherten Verbindungen. Ihre Aufgabe als Führungskraft liegt darin, die sinnvollen und gewünschten Verbindungen bei Ihren Mitarbeitern zu verstärken, denn dadurch werden sie mit der Zeit automatisiert und zu einer unbewussten Kompetenz. Das heißt: ohne darüber nachzudenken reagiert man optimal.


Welche Verbindungen und – daraus resultierend Verhaltensweisen- möchten Sie bei Ihren Mitarbeiter (oder sich selbst) gerne stärken?

Last modified on Monday, 31 July 2017 20:33
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