Work-Life-Balance?

Klar:

Es ist eine Frage der Dosierung. Nur wenige Menschen arbeiten 70 bis 80 Stunden pro Woche und sind dabei zufrieden mit der Balance in Ihrem Leben. Aber bei welcher groben Wochenstundenzahl eine gute Balance für eine einzelne Person gegeben ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Aus irgendwelchen Gründen hat es sich in einigen Branchen eingebürgert, dass „traditionell“ mehr gearbeitet wird, beispielsweise in großen Anwaltskanzleien und Unternehmensberatungen. Dies hängt sicherlich zumindest teilweise auch mit hohen Honorarsätzen (je mehr ein Kunde zahlt, desto unwichtiger wird diesem tendenziell sein, ob die Mitarbeiter des Dienstleistungsunternehmens früh in den Feierabend kommen) und Gehältern (je mehr jemand erhält, desto eher ist dieser bereit, mehr Opfer in Bezug auf seine Freizeit zu erbringen) zusammen.

Eine persönliche Anmerkung:

Ich bin gespannt, wann die erste große Kanzlei oder Unternehmensberatung den Mut aufbringt, beispielsweise um 20 Uhr „den Laden zuzusperren“ (inklusiver einer Deaktivierung von Servern – alles nach einer frühzeitigen Ankündigung natürlich). Ich kann die folgende These hierzu nicht beweisen, wage aber zu prognostizieren, dass dies nach einer Umstellungsphase gut funktionieren würde und sogar ein Wettbewerbsvorteil beim Gewinnen der besten Köpfe wäre.

Unabhängig von der obigen These ist unstrittig, dass eines entscheidend ist: Ein Wechsel zwischen Anspannungs- und Entspannungsphasen, ähnlich wie bei einem Spitzensportler, der eine maximale Leistung erbringen will – aber nicht nur heute, sondern auch morgen. Dies ist ein entscheidendes Element des Selbst- und Stressmanagements.


Der Inhalt ist ein Ausschnitt (Entwicklungsschritt 7 von 30) aus unserem Entwicklungsprogramm „Stress im Griff

Last modified on Monday, 31 July 2017 21:10
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