Im Team lernen

Wie funktioniert Lernen im Team?

Teams und Organisationen werden dadurch besser, dass sie aus Erfahrungen lernen. Tatsächlich findet das Lernen hierbei natürlich in den Köpfen der einzelnen Teammitglieder statt. Erfolgsfaktoren für gutes Lernen im Team sind die Koordination der individuellen Lernprozesse und das Verfügbarmachen vorhandenen Wissens für alle Teammitglieder.

Ein Team als Ganzes kann nicht lernen. Lernen können nur die einzelnen Teammitglieder mit Ihren individuellen Gehirnen. Dabei heißt Lernen entweder eine Fähigkeit zu erlernen (neue Routinen zu lernen) oder relevantes Wissen über die Welt zu erlangen (mentale Modelle zu entwickeln). 

Es ist für ein Team besonders hilfreich, wenn die besten individuellen Routinen und die besten mentalen Modelle für alle verfügbar sind und wenn die Teammitglieder „best practice“ voneinander lernen. Dann werden aus individuellen Routinen gemeinsame Routinen und aus individuellen mentalen Modellen gemeinsame mentale Modelle.

Dieser Lernprozess findet auf der einfachsten Stufe ganz automatisch und permanent statt. Teammitglieder beobachten, passen sich an, lernen voneinander. In der Theorie heißt dieser Vorgang „Single-Loop-Learning“.

Auf einer übergeordneten Stufe können Sie als Führungskraft diesen Lernprozess bewusst nutzen und z.B. regelmäßig neue Abläufe und neues Wissen mit Ihrem Team diskutieren und dokumentieren. In der Theorie heißt dieser Vorgang „Double-Loop-Learning“.

Auf einer dritten Lernstufe können Sie nun noch mit Ihrem Team überlegen, was die idealen Voraussetzungen und Abläufe für optimales Lernen im Team wären. Auf diese Weise lernt das Team nicht nur inhaltlich, sondern es lernt tatsächlich, noch besser zu lernen. In der Theorie spricht man dann von „Deutero-Learning“.

Welche Ebene gilt es, bei Ihnen im Unternehmen zu verbessern?

Last modified on Sunday, 07 January 2018 19:07
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