Die Geschichte vom Säger in der Praxis

Kennen Sie die Geschichte von dem Säger (populär geworden vor allem durch die Arbeit von Stephen Covey)?

Es kommt ein Spaziergänger in den Wald und sieht dort einen Säger. Woran erkennt der Spaziergänger den Säger? An der Säge! Dies ist ein eindeutiges Erkennungsmerkmal eines Sägers.

Der Säger hat die meisten Effektivitätsprinzipien gut drauf: Er besitzt eine hohe Zielklarheit – er will den Baumstamm durchsägen. Er weiß auch warum er das will – er braucht Brennholz. Er ist hoch motiviert und besitzt sogar gute muskuläre und konditionelle Voraussetzungen. Er sägt und sägt und sägt.

Der Spaziergänger schaut sich das Geschehen eine Weile an – mit ein wenig Abstand. Dann tippt er dem Säger auf die Schulter und sagt ihm: „Es geht mich zwar nichts an, aber mir ist aufgefallen, dass ihre Säge total stumpf ist!“.

Darauf erwidert der Säger: „Ja, ich weiß, aber ich muss fertig werden und habe keine Zeit, die Säge zu schärfen“.

„Säge schärfen“ ist natürlich nur eine Metapher, in diesem Fall sogar ein absurdes Bild. Was ist hiermit inhaltlich gemeint?

Hierunter kann man viele Dinge verstehen. Die Säge zu schärfen kann bedeuten, die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln (fachliche oder nicht-fachliche Fähigkeiten), Zeit für Planung sicher zu stellen, sich Gedanken über Prioritäten zu machen, eine Pause zu machen (von der kurzen Pause bis zum längeren Urlaub), jemand anderes zu qualifizieren oder einen Prozess zu verbessern.

Inwiefern sollten Sie Ihre Säge schärfen?

Last modified on Sunday, 07 January 2018 19:16
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