Das Wörtchen „weil“

Ein Experiment zeigt, dass das kleine Wort „weil“...

... einen erstaunlichen Effekt hervorrufen kann. In einem Experiment haben die Versuchspersonen anderen Menschen in der Schlage vor einem Kopierapparat verschiedene Varianten einer Frage gestellt:

Variante A: Entschuldigen Sie, ich habe 5 Seiten zu kopieren, könnten Sie mich vorlassen? Das Ergebnis: 60 % ließen vor.

Variante B: Entschuldigen Sie, ich habe 5 Seiten zu kopieren, könnten Sie mich vorlassen, weil ich es eilig habe. Das Ergebnis: 94 % ließen vor.

Was lernen wir daraus? Eine Begründung erhöht die Wahrscheinlichkeit der gewünschten Entscheidung. Es gab noch einen weiteren Teil des Experiments.

Variante C: Entschuldigen Sie, ich habe 5 Seiten zu kopieren, könnten Sie mich vorlassen, weil ich Kopien machen muss. Das Ergebnis: 93 % ließen vor!

Ist das nicht erstaunlich? Offenbar kommt der große Sprung durch die Tatsache, dass es eine Begründung gibt und das Wörtchen „weil“ scheint hierbei eine entscheidende Rolle zu spielen. Nur ein verschwindend kleiner Teil der Verbesserung beruht auf der Sinnhaftigkeit der Begründung. Das soll natürlich kein Aufruf zum wahllosen Einsatz von Begründungen sein. Wenn wir diese schon einsetzen, macht es natürlich Sinn, sinnvolle Begründungen auf das Wort „weil“ folgen zu lassen.


An welchen Stellen können Sie das Wort „weil“ einbauen, um Ihre Überzeugungskraft zu erhöhen?

Rate this item
(1 Vote)
More in this category: « Die Hartnäckigen
back to top